medienarchiv.com

Infos über diese Website

medienarchiv.com ist eine Plattform zur Präsentation von Fotografien aus diversen Nachlässen und von einigen aktiven Fotografen. Die Website medienarchiv.com wurde 1999 von mir (Thomas Gade) eingerichtet. Wozu?

Die Anfänge

Damals musste ich aus beruflichen Gründen lernen, wie man Websites erstellt. Mir gelingt das am besten autodidaktisch mit einer konkreten Aufgabenstellung. Da ich gerne fotografiere und auch fremde Fotos sammeln, ergab sich daraus das Inhaltsgebiet für medienarchiv.com.

Es war eine spannende Herausforderung in den Jahren, als das Internet immer mehr Bedeutung zunahm und selbst aus dem privaten Alltag nicht mehr wegzudenken war. Auch heute noch ergeben sich daraus interessante Aufgaben.

In den ersten Jahren schien es gar nicht abwegig, nebenberuflich eine eigene Bilderagentur im Internet betreiben zu können. Dieses Ziel geriet wegen des hohen technischen Aufwand, rechtliche Risiken und vor allem durch die starke Konkurrenz durch große Fotoarchive im Internet, die eine Bildernutzung für sehr geringe Beträge lizenzierten (Penny-Stock-Agenturen) oder gar kostenlos anbieten, zunehmend in den Hintergrund. Es gibt hier schon lange keine Verkaufstools mehr.

Medienarchiv.com wurde zu einer Präsentationsplattform für meine eigenen Fotos, Fotos aus von mir gesammelten Nachlässen und Fotos von einigen befreundeten Fotografen. Im Prinzip ist daraus eine Dauerausstellung im Internet geworden. Die Portfolios der noch lebenden Autoren und diverse fotografische Nachlässe sollen weiterhin zugänglich bleiben. Der Bildbestand wird gelegentlich erweitert oder aktualisiert.

Urheberrecht

Die Fotos stammen von verschiedenen Autoren. Die Nutzung durch Dritte unterliegt den Beschränkungen durch das Urheberrecht. Die Verwendung der Inhalte dieser Website durch Dritte bedarf einer vorherigen schriftlichen Zustimmung durch den jeweiligen Autoren oder dem aktuellen Rechteinhaber. Bei Interesse fragen Sie einfach unter info@medienarchiv.com, wer der Ansprechpartner ist.

Erfahrungsaustausch über das Erschließen von fotografischen Nachlässen

Falls diese Website Sie dazu inspiriert, Ihre eigenen analogen Fotos oder fotografische Nachlässe zu digitalisieren, können Sie sich gerne zum Erfahrungsaustausch an Thomas Gade wenden.

Technische Geschichte

In der Anfangszeit stellte man Bilderalben ausschließlich mit statischen HTML-Seiten. Einige Bildverwaltungsprogramme enthielten damals schon gute Assistenten zum Erstellen von Webalben. FotoStation 4 war diesbezüglich besonders komfortabel.

Als um 2015 der Druck stieg, Webseiten mobile-friendly zu programmieren, damit sie sowohl auf großen Monitoren wie auch auf den kleinen Displays von Smartphones und Tablets in angepasster Darstellung ordentlich aussahen, gelang das sogar mit den alten HTML-Seiten. Sie waren mit Dreamweaver erstellt worden und basierten auf einem Template. Bei einer nachträglichen Veränderung eines Tempels werden alle damit erstellten Seiten automatisch geupdated.

Mithilfe der Website fivver.com wurde ein Programmierer in Bangladesch gefunden, der das Template responsiv machte und die nötigen Zusatzdateien lieferte. Die Verwandlung der starren HTML-Seiten zu responsiven dauerte etwa drei Wochen mit zahlreichen individuellen Anpassungen für unterschiedliche Seitentypen aus mehreren Jahren. Ohne die hervorragende Suche/Ersetzen Funktion von Dreamweaver wäre das nicht möglich gewesen. Ungefähr 50.000 HTML-Seiten konnten so modernisiert werden.

HTML-Seiten sind robust, aber ohne eine Suchfunktion, die nur Datenbanken im befriedigenden Maß anbieten. Deshalb sind HTML-Alben nur mit klar gegliederten Indexen und thematischer Kategorisierung sinnvoll.

Datenbanken

Neben den statischen Seiten testete ich seit 2010 diverse Bilddatenbanken. Sie basieren auf sogenannten mysql-Datenbanken und der Installation eines Programms auf dem Server des Webhosters. Die mysql-Datenbank ist ein kritischer Faktor. Erleidet sie einen Schaden oder geht verloren und es besteht keine einigermaßen aktuelle Sicherung, ist die Online-Präsenz möglicherweise unwiederbringlich kaputt. Individuellen Anpassungen der Bilddatenbank können bei Updates verloren gehen, doch kommt man aus Sicherheitsgründen nicht um einige Updates umhin. Bis 2013 waren flotte Bilddatenbanken durch relativ hohe Preise für adäquate Technik beim Webhoster nicht so spannend. 2014 kam es zu einer deutlichen Preisreduzierung bei gleichzeitiger Einführung besserer Technik.

Problematisch sind auch Updates bei Bilddatenbanken und beim Hoster. Fertig-und-Gut, wie bei schlichten HTML Seiten gibt es mit solchen Systemen leider nicht. Eine gewisse Aufmerksamkeit und gelegentliche Anpassungen sind bei Bilddatenbanken immer nötig. Aus den verschiedenen Bilddatenbanken, die ich ausprobierte, erwiesen sich drei als empfehlenswert: Coppermine Photo Gallery, Pixtacy und WPPA+ (= Plugin von Wordpress).

Coppermine Photo Gallery

Aktuell ist in medienarchiv.com neben den vielen HTML-Seiten zusätzlich eine Coppermine Photo Gallery installiert. Besucher können die Bilder betrachten. Eine Registrierung und Beteiligung seitens Dritter ist deaktiviert. Besucher können daher auch keine Bilder bewerten und nur im Ausnahmefall kommentieren. Die Kommentarfunktion nutze ich manchmal, um sachkundige Benutzer in der Bildbeschriftung zu beteiligen. Bestimmen von Pflanzen, deren Namen von Kundigen als Kommentare eingetragen werden. Dafür muss man nicht registriert sein. Es werden keine personenbezogenen Daten erhoben. Coppermine ist kostenlos.

WPPA+ (für Wordpress)

Eine Alternative zu Coppermine ist 'WP Photo Album Plus' (WPPA+). Der niederländische Macher, Jaap Breetvelt, eigentlich ein Orgelbauer, leistet eine großartige Arbeit. Seit 2019 sind der Funktionsumfang sowie die Konfigurierbarkeit als auch die Gestaltung des Aussehens auf einem hohen Niveau. Besonders attraktiv ist dabei, dass WPPA+ in WordPress eingebettet ist, für das es viele Designvorlagen (Themes) gibt und zahlreiche Plugins, die den Funktionsumfang stark erweitern. Auf jeden Fall hat WPPA+ ein erheblich besseres Verhältnis zu den Suchmaschinen als Coppermine. Vorteilhaft ist auch, dass parallel zum Fotoarchiv WordPress genutzt werden kann, um Beiträge zu den Fotoserien zu veröffentlichen. Unklar ist die Nachhaltigkeit einer solchen Installation, weil viele Plugins und WordPress selbst in relativ kurzen Abständen geupdated werden und es dadurch zu Inkompatibilitäten kommen kann. Aus heutiger Sicht (2019) würde ich von den drei genannten Datenbanken WPPA+ als besten Kompromiss empfehlen. WPPA+ und WordPress sind kostenlos.

Pixtacy

Als im Jahr 2009 die Idee von einem eigenen Bildershop im Internet noch in vielen Köpfen herumspukte, erschien dafür die Software Pixtacy. Sie stammt von einem Programmierer aus Bremen, ist kostenpflichtig und sehr gut gemacht hinsichtlich des Umgangs mit den Fotos. Darüber hinaus bietet sie Verkaufstools, die weitgehend mit den Handelsrechten in Deutschland kompatibel sind. Allerdings lohnt sich der Aufwand durch die rechtlichen Rahmenbedingungen und der betreuende Technik erst ab einem auskömmlichen Umsatz, der wohl am ehesten von Hochzeitsfotografen oder Schulfotografen erreicht wird, die Pixtacy verwenden können, um die Fotos von dem Event zu vermarkten. Aus Pixtacy kann durch Verknüpfungen mit Dienstleistern das Herstellen von Fotoprodukten sowie die Logistik und die Bezahlung weitgehend automatisiert werden. Pixtacy liefert die besten Werkzeuge zum Einrichten eines DIY-Bildershops.

Jedoch wurde Pixtacy für große Bildschirme entwickelt und ist es heute (Mai 2019) nicht wirklich mit den Anforderungen an ein mobile-friendly Design kompatibel. Die Gestaltung eines passablen individuellen Designs, welche sowohl auf einem großen Monitor als auch auf einem Smartphone gut aussieht, ist nur Benutzern mit sehr guten Programmierkenntnissen einigermaßen verlässlich möglich. Ich habe es zeitweilig versucht und schließlich aufgegeben.

HTML-Seiten oder Bilddatenbank?

Diese Frage konnte ich bis heute für mich nicht eindeutig beantworten. HTML-Seiten sind nachhaltig und robust. Hat man einmal gelernt, sie zu erstellen, ist der Wiedereinstieg auch nach längerer Unterbrechung unproblematisch. Das kann man von einer Bilddatenbank nicht behaupten. Laufend ist mit Updates auf mehreren beteiligten Gebieten zu rechnen und komplizierte Konfigurationsvorgänge vergisst man relativ schnell und muss sich später bei Bedarf erneut einarbeiten.

Datenschutzrechtlich ergeben sich aus der Datenbanken Risiken, die mit HTML kaum auftreten. Für den Betreiber einer Bilddatenbank ist trotz Konfiguration nach bestem Wissen nicht ausgeschlossen, dass Besucher doch etwas anrichten, wovon man glaubt, dass es durch die getroffenen Einstellungen ausgeschlossen ist.

Eine komplett auf HTML-basierende Website kann auf einem Datenträger gespeichert werden und offline genutzt werden. HTML ist leicht zu gestalten. Zudem hat eine Website mit vielen HTML-Seiten SEO Vorteile. Weiterhin sind alte HTML Seiten vorteilhaft, falls es zum Streit um das Urheberrecht kommt.

Somit spricht viele für thematisch strukturierte starre HTML-Seiten, die über ein thesaurierendes Inhaltsverzeichnis organisiert sind. Aber es ist nicht möglich, eine interne Suchmaschine einzufügen, die dynamische Tableaus mit den Ergebnissen aufbaut. Andererseits gehen Bilder nicht unter, die eventuell unvollständig oder falsch beschriftet wurden.