Reden statt schreiben – Dragon NaturallySpeaking 13

Vor vielen Jahren diskutierten wir im Büro die Anwendung von Diktierprogrammen und erwarben Dragon NaturallySpeaking 5, doch für unser Fachvokabular in der Konzipierung, Beantragung und Abrechnung von verschiedenen Projekten war es nicht geeignet. Zudem waren die Computer damals noch relativ leistungsschwach.

Mit der Version 10 änderte sich das. Nach einer Lernphase brachte das Programm gute Ergebnisse und verbesserte erheblich die Effizienz beim Schreiben von Artikeln.

Die aktuelle Version Dragon NaturallySpeaking 13 Premium kostet bei Amazon 142,89 €. Aus der gleichen Quelle gibt es die günstigere ‚Home‘ Version für 88,89.

Die Installation auf einem Windows 7 Professional 64 Bit System verlief zügig. Mittendrin wurde ich aufgefordert, einen Text zum Einstellen des Mikrofons vorzulesen. Kurz danach war das Programm bereit zum Diktat. Das lange Einlesen eines vorgegebenen Textes, das früher gefordert wurde, war unnötig.

Trotz des Verzichts auf ein Training schrieb Dragon NaturallySpeaking 13 die diktierten Texte mit nur wenigen Abweichungen. Mit der Funktion ‚Von bestimmten Dokumenten lernen …‘ kann die Leistung verbessert werden.

Man lässt individuell ausgewählte Texte analysieren und spricht die dem Programm unbekannten Wörter ein. Das ist eine hervorragende Methode, um Dragon NaturallySpeaking auf die Ausdrucksweise und den Sprachschatz eines Benutzers einzustellen. Darüber hinaus hat es weitere Vorteile. Angenommen, man bekommt Unterlagen mit Fachausdrücken und muss darauf reagieren, dann ist das Einscannen der Dokumente mit anschließender Texterkennung sinnvoll. Die Dateien werden zum Training der Spracherkennungssoftware verwendet. Dies trägt einerseits dazu bei, dass ihr Vokabeln, aber auch Namen von Personen beigebracht werden. Damit werden viele Schreibfehler vermieden, denn das Programm merkt sich die Schreibweise der Begriffe so, wie sie in der Vorlage stehen.

Besonders interessant ist das Arbeiten mit mobilen Diktiergeräten. Aufnahmegeräte gibt es genug, sei es das Smartphone, eine Digitalkamera oder ein Diktiergerät. Da ich während des Sommers häufig auf einem Boot bin und dort arbeite, liegt die Idee nahe, die Berichte über die Bootsfahrerei und sonstige Begebenheiten am Wasser direkt vor Ort einzusprechen.

Ein Diktat vor Ort und mittendrin kann viel ausführlicher und spannender geraten als ein nachträglich aus der Erinnerung geschriebener Text.

Von meinem Boot beobachtete ich eine Segelregatta und erzählte meinem Aufnahmegerät den Ablauf. Später am Schreibtisch öffnete ich Dragon NaturallySpeaking und verwies es im Dialog ‚Aufnahme umsetzen‘ an die Datei. Jedoch erschien die Meldung, dass die Aufnahme in Mono und in einer bestimmten Bitrate vorhanden sein müsse. Mit einem Videoschnittprogramm konvertierte ich die Tonaufnahme wunschgemäß in eine neue Datei mit den geforderten Spezifikationen.

Danach konnte Dragon NaturallySpeaking wundersamerweise den Text schreiben. Auf dem Bildschirm erschien er in hoher Übereinstimmung, wie ich Ihn diktiert hatte. Natürlich gab es einige Fehler, doch ihre Anzahl war gering und der Korrekturaufwand nicht der Rede wert.

Toll! Das war eine ausgesprochen gute Erfahrung. Sinnvoll ist die Beschaffung eines digitalen Diktiergerätes, das beim Erstellen der Datei gleich die technischen Wünsche erfüllt und eine hohe Speicherkapazität nebst einer langen Laufzeit hat.

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