Schadhafte Fotoabzüge erkennen und entsorgen

Einige Fotopapiere sind durch ihren Aufbau nicht besonders gut für eine Langzeitarchivierung geeignet. Das Lagern der Bilder bei Temperaturen unter 20° und einer Luftfeuchtigkeit unter 50 % sowie im Dunkeln trägt stark dazu bei, dass Fotos länger halten. In wärmeren und feuchteren Räumen können Zerstörungsprozesse, bedingt durch die Chemikalien und Materialien im Fotomaterial oder durch Mikroorganismen wie Bakterien, Schimmel und Algen erheblich schneller stattfinden.

Viele Erben, die Haushalte von verstorbenen Vorfahren auflösen, stoßen dabei auf Fotografien. Beispielsweise im Nachlass der Eltern. Und dann haben diese Fotos auch immer einen Bezug zu den Erben, denn sie sind als Kinder auf diesen Bildern zu sehen, desweiteren Verwandte und etliche weitere Motive, die auch für die Erben von Bedeutung sind.

Holzkasten mit alten Fotos. Fotoarchiv. Das Material sieht noch gut aus, riecht aber bereits bedenktlich, was auf Zerstörungsprozese durch Mikroorganismen hindeutet.

Holzkasten mit alten Fotos. Fotoarchiv. Das Material sieht noch gut aus, riecht aber bereits bedenktlich, was auf Zerstörungsprozese durch Mikroorganismen hindeutet.

Gesundheitliche Risiken durch Schimmel und Mikroorganismen

Wenn Fotos merkwürdig riechen, also schimmelig, moderig oder stechend, ist dies ein Zeichen für Zerstörungsprozesse, ausgelöst durch chemische Reaktion und/oder Mikroorganismen. Daraus ergeben sich gesundheitliche Risiken. Besonders Allergiker und Asthmatiker sollten dieses Material mit großer Vorsicht handhaben. Theoretisch ist es möglich, einen Großteil dieses Materials im Fotolabor zu behandeln und Zerstörungsprozesse zu stoppen, doch in der Praxis fehlt den Erben das Wissen, aber auch die Motivation. In Einzelfällen mag der Aufwand gerechtfertigt sein, bei vielen Fotos ist er gar nicht zu leisten.   … weiterlesen

Eine Antwort auf Schadhafte Fotoabzüge erkennen und entsorgen

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    Kommentar von Peter Ostermann auf Facebook: Was versteht man unter schadhaft?

    Antwort: Danke für die Frage, ich werde heute oder morgen etwas dazu schreiben.

    Gemeint sind damit weniger Knicke oder Risse als vielmehr stoffliche Veränderungen, die man beispielsweise am Geruch erkennt. Im Schichtaufbau des Fotopapiers finden chemische Prozesse statt, wie das Ausbleichen von Farben, aber auch andere Veränderungen von Stoffen. Das betrifft vor allem Farbabzüge oder spätere Schwarzweißpapiere mit Kunstharzbeschichtung. (Resin Coated) Die herkömmlichen Barytpapiere sind eigentlich sehr lange haltbar, doch bei falscher Lagerung können sich Mikroorganismen über die Gelatine hermachen. Das ist anfangs und ev. über viele Jahre gar nicht zu sehen, aber sobald die Fotos schimmelig oder nach Essig riechen, finden solche Prozesse statt.

    Bei Filmen ist das meistens viel leichter erkennbar. Siehe beispielsweise hier: http://www.photoinfos.com/Fotoarchiv/Filme-Schaden.html

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