Fotoarchiv Gade

Yemen / Jemen 1976

Fotos: Hellmut Münzner / Text: Thomas Gade

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1976. Bildungsreise durch Jemen

Hellmut Münzner, Fotograf der hier gezeigten Bilder, schreckte 1976 nicht vor einer Reise durch Jemen zurück. Dieser unglaublich reisefreudige deutsche Lehrer besuchte viele Länder, die anderen nie als realistische Urlaubsziele eingefallen wären. Er organisierte und finanzierte seine Reisen als Teil des Programms einer Duisburger Volkshochschule. Die Mitreisenden spielten in der Fotografie Münzners jedoch keine Rolle, zumindest befinden sich keine Fotos vom gesellschaftlichen Miteinander im Nachlass. Die organisierten Fahrten boten ihm Zugang zu Orten, die Touristen sonst nicht erreichten. Er konzentrierte sich auf die Länder und ihre Bewohner.

Mehr über Hellmut Münzner steht in der Autorenbeschreibung.


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Unruhiges Land

Jemen ist der südlichste Staat auf der arabischen Halbinsel, die zu Vorderasien gehört. Seine westliche Landesgrenze liegt am Roten Meer und die südliche am Golf von Aden, Teil des Indischen Ozeans. Vor der südwestlichen Landspitze liegt die jemenitische Insel Mayyun keine 20 km vom afrikanischen Land Dschibuti entfernt. Jemen hat eine bewegte Geschichte. Zur Zeit der Römer galt Jemen noch als fruchtbares Land. Zwar hatte die zunehmende Austrocknung der arabischen Halbinsel bereits eingesetzt, doch konnten landwirtschaftliche Bewässerungssysteme Anbauflächen erhalten. Betrachtet man aktuelle Satellitenfotos von Jemen, sieht man jedoch fast nur Wüste und relativ kleine begrünte Flächen in den Bergen oder entlang einiger Wadis, die nach Regenfällen vorübergehend Wasser führen.

Mehrere Jahrtausende war das Gebiet, das wir heute als Jemen betrachten, einer volatile Ansammlung kleinerer Reiche. Eine politische Einheit hat Jemen bis heute nicht entwickelt. Für die Briten war die Hafenstadt Aden von großer strategischer Bedeutung und wurde zur Kronkolonie des Britischen Empires. Aden war eine wichtige Station auf dem Seeweg zwischen Indien und Europa. Das blieb auch nach der Eröffnung des Suezkanals so, weil jedes Schiff daran vorbeifuhr. Es gab eine Reihe von inneren Kriegen. Erst 1990 kam es zur Vereinigung Nord- und Südjemens. Ein inneres Zusammengehörigkeitsgefühl hat sich dadurch aber nicht entwickelt. Wenige Jahre später begann ein Bürgerkrieg, der mit Unterbrechungen bis heute anhält. Machtkämpfe und Einmischungen von außen lassen das Land nicht zur Ruhe kommen.

Krieg

2015 erfolgte eine Militärintervention durch eine von Saudi-Arabien angeführte Allianz, der diverse arabische Staaten angehören und neben anderen von den USA, Frankreich und Großbritannien logistisch unterstützt wird. Sie partizipiert in den inneren Kämpfen Jemens gegen Huthi Rebellen. Die Tragödie scheint nicht enden zu wollen.


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Straße. Lastwagen


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