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ChL-Guano1968-23
Name: ChL-Guano1968-23 / Index: Chile

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1968. Lateinamerika. Südamerika. Chile. Die letzten Überreste der einst bedeutsamsten Covadera Pabellon de Pica. Eine Covadera nennt man die Lagerstätte von Guano. Weißer Guano wird der frische Guano genannt, der hauptsächlich vor der Küste Perus abgebaut wird. In Chile förderte man hingegen fossilen, roten Guano. Er hat einen sehr hohen Phosphorgehalt. Guano entstand und entsteht aus den Exkrementen und Kadavern der Milliarden Vögel, die seit Urzeiten die Küsten bevölkern, es sind vor allem Pelikane und eine Komoranart die Guanay. Die Vögel brüten vor der Küste Perus. Die Existenz der Vögel ist durch den Fischreichtum des Humboltstroms bedingt. Bei unserem Besuch wohnte nur noch ein Arbeiter in dem Ort, der mehrmals durch Seebeben zerstört wurde. Der Mann wurde von zwei Kameraden aus Iquique versorgt, die mit einem uralten Lastwagen Wasser und Lebensmittel brachten und den geförderten Guano wieder mit in die Stadt nahmen. Die Straße war mit Walknochen dekoriert.
Foto: Hans Hermann Gade / Fotoarchiv Thomas Gade