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ChL-Azapa1969-24
Name: ChL-Azapa1969-24 / Index: Chile

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um 1969. Lateinamerika. Südamerika. Chile. Großer Norden. Das Azapatal liegt bei Arica, wo die Küstenkordillere endet und die peruanische Sandwüste beginnt. Es wird vom Rio San Jose bewässert und war, wie alle Quertäler zwischen Arica bis Pica malariaverseucht. Dabei ist das Azapatal sehr fruchtbar und hat ideale Temperaturen, sodaß tropische und subtropische Früchte angebaut werden können. Die erfolgreiche Bekämpfung der Malaria beschäftigte die chilenischen Behörden seit 1913. Ab 1937 wurden zunächst alle tümpel und sonstigen stehenden Gewässer mit Petroleum und einem grünen Pulver, nämlich Verde de Paris ? besprüht, um die Larven der Anopheles zu vernichten. Diese Gewässer bildeten den idealen Brutplatz für die Larven. Das Wasser des Rio San Jose wird in großen, zementierten Tanks gesammelt , um den Wasserabfluß zu regulieren. Die Teiche besetzte man mit kleinen Fischen, die bevorzugt die Larven verzehrten. Wohnungen und Ställe wurden mit DDT desinfiziert. Die Gärten und Felder sind von Kanälen durchzogen, so daß das Wasser geregelt abfließen kann, außerdem sind sie teilweise durch Pflanzen beschattet, so können die MÜcken keine Eier ablegen. Seit den vierziger Jahren herrscht daher ein gesundes Klima.
Foto: Hans Hermann Gade / Fotoarchiv Thomas Gade