Super Resolution / ‚Verbessern‘ als Qualitätsbooster

Der Test des Auflösungsvermögens einer Pentax K-3 III DSLR (APS-C / 25,5 MP) beim Abfotografieren von Negativen und Dias auf 35mm Film (24x36mm) ergab mit Pixelshift (Funktion in der Kamera) und Super-Resolution in Adobe-Photoshop 5161 dpi. Ohne Super-Resolution war die vierte Untergruppe der Gruppe 6 gut getrennt, aber nicht die beiden darüber liegenden, was etwa mit 3500 dpi zu bewerten wäre.

Das zeigt beispielhaft, dass das tatsächliche Auflösungsvermögen nicht nur von der Pixelanzahl abzuleiten ist, sondern die Software zur Interpretation der RAW-Dateien einen sehr großen Anteil an der Detailextraktion hat.

Dieses Verfahren wird aktuell zunehmend von Nutzern der Canon EOS R6 (Vollformat / 20 MP) als sehr effektiver Booster der Bildqualität entdeckt. Einige Beispiele im  Internet zeigen, dass die Funktion Super-Resolution mit 20 MP auf einem modernen Vollformatsensor weit mehr bringt als früherere Formen der Interpolation. Eine viel höhere Pixelanzahl (EOS R5 / 45 MP) benötigt deutlich mehr Computerleistung. Die Interpolation dauert länger. Außerdem kann bereits die Grundschärfe bei einer wesentlich höheren Pixeldichte etwas geringer sein, weil das Auflösungsvermögen der verwendeten Objektive das Mehr an Pixeln nicht mehr optimal bedienen kann.

Wo ist das Werkzeug für die Super-Resolution? Eine RAW-Datei wird mit Adobe Photoshop (Camera RAW) geöffnet. Nach einem Rechts-Klick auf das Bild öffnet sich ein Menü, in dem auf ‚Verbessern‘ geklickt wird.

Ganz kleiner Ausschnitt aus einem USAF 1951 Resolution Test Target. Auf die inneren Balkengruppen kommt es an.

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