Fotoarchiv Gade

DDR - Deutsche Demokratische Republik

Hans Martin Sewcz


HO Markthalle in Marzahn. 1990

1979. Dudendorf. Landleben

 
1981. Schulabschlussfeier in Berlin Treptow


Klinikum Berlin Buch


Klinikum Berlin Buch - Betriebsfeiern


Thomas Gade

DDR - Berliner Mauer 1988. DDR. Ostberlin. Alter VHS-Film



Fotonachlass

Klinikum Buch  

 

Am Ende des 2. Weltkrieg lagen die Zentren vieler deutsche Städte in Trümmern. Die Siegermächte konnten frei über Deutschland verfügen, das einen beträchtlichen Teil seines Territoriums verlor. Der Rest wurde in Sektoren aufgeteilt, die den einzelnen Besatzungsmächten unterstanden. Schon damals waren die Spannungen zwischen der kommunistischen Sowjetunion und den Westalliierten mit freier Marktwirtschaft erkennbar. Das Ende des Zweiten Weltkriegs markierte gleichzeitig auch den Beginn des kalten Krieges, also eines Kräftemessen zwischen der Sowjetunion und den westlichen Staaten. Die Berliner Luftbrücke (1948/1949) zur Versorgung des westlichen Berlins mit wichtigen Gütern durch Flugzeuge, war eine ernsthafte Auseinandersetzung zwischen den beiden Blöcken. 1949 schlossen die westlichen Staaten den Nordatlantikpakt (NATO). Unter Führung der Sowjetunion entstand 1955 auf der anderen Seite der Warschauer Pakt, der ebenfalls ein militärisches Beistandsbündnis war.

Das verkleinerte Deutschland wurde geteilt und zum Spiegelbild der gesamten Entwicklung. Die westlichen Sektoren unter der Verwaltung Frankreichs, Englands und den USA wurden zur BRD zusammengeschlossen. Aus der sowjetischen Besatzungszone wurde die DDR. Berlin sollte insgesamt von allen vier Mächten verwaltet werden, wurde dann aber in Ost- und West Berlin aufgeteilt. Die Sowjetunion versuchte durch eine Blockade (24. Juni 1948 bis 12. Mai 1949) Berlin vom Westen abzuschneiden, um die Stadt insgesamt in die sowjetische Besatzungszone einzugliedern.

Die sich selbst so bezeichnenden freien Staaten, insbesondere die USA, versorgten die auf dem Landweg nicht mehr erreichbaren Westberliner durch Lufttransporte mit den sogenannten Rosinenbombern mit den nötigen Gütern, um diese Krise zu meistern.

Für die Westalliierten war eine wirtschaftlich starke BRD als Partnerstaat an der Grenze zur Sowjetunion wichtig. Infolgedessen waren die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Perspektiven in Westdeutschland attraktiver als in Ostdeutschland. Bis 1961 hatte sich ca. ein Viertel der Bevölkerung der DDR auf den Weg in die BRD gemacht. Dazu zählten vielfach gut ausgebildete Leute, die in der DDR gebraucht wurden. Am 13. August 1961 stoppte die DDR diesen Exodus durch die Errichtung einer befestigten Grenze, die rasch und effektiv mit Stacheldraht, Grenzposten, Wachtürmen und Schießbefehl ihre Wirkung tat. Westberlin wurde ebenfalls mit einer bewachten Grenze, der sogenannten Berliner Mauer umgeben. Hinter ihr lag auf DDR-Seite ein breiter Grenzstreifen mit Stacheldraht und Wachtürmen. Diese Grenze bestand bis zum 9. November 1989.

Auf Transitstrecken konnte man im Auto von der BRD nach Westberlin fahren und zurück. Man durfte die Transitstrecken nicht verlassen und an den Grenzen wurde auch kontrolliert, wie lange die Fahrt insgesamt gedauert hatte.

Durch die Teilung verlief die Entwicklung Westdeutschlands unter dem Einfluss der USA und anderen der westlichen Sphäre zugehörigen Ländern anders als in der DDR, in der die Sowjetunion, insbesondere Russland, eine prägende Rolle spielte. Auf beiden Seiten gab es Propaganda für die eigene Seite. Die Soldaten der neu gegründeten Armeen in beiden Teilen Deutschlands, nämlich die Bundeswehr und die Nationale Volksarmee (NVA) standen sich im kalten Krieg als Gegner gegenüber.

1990, also 45 Jahre nach Kriegsende, kam es zur Wiedervereinigung. Die kulturell unterschiedliche Prägung aus der Zeit der Trennung ist 30 Jahre später immer noch spürbar.