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  Fotoarchiv Gade

Afrika - Index

1932 - Afrikareise


Ein junges europäisches Paar reist von Frankreich nach Tunesien und Algerien. Die Rückreise erfolgt durch Italien.


Ägypten


Ägypten 1958 von Hildegard Kitzing
21 Photos


Ägypten 1965 von Hellmut Münzner


Luxor 1965 von Hellmut Münzer

Ägypten 1966 von Hase

Ägypten 1982 von Thomas Gade

Planfilm Negative um 1905
Baumwollhandel in Ägypten. Kairo, Nil, Pyramiden. Arbeiter. Neuseeland und Australien


Kenia



Kenia 1986 / 1992 von Helga Müller

Kenia 1971 von Hase

Libyen



Marokko



Marokko 1966 - Hildegard Kitzing

Marokko 1967

Marokko 1968 von Hellmut Münzner

Senegal



Senegal 1969 von Hase

Simbabwe



Simbabwe 1975 von Hellmut Münzner

Südafrika



Südafrika 1975 von Hase

Südafrika 1970 von Hellmut Münzner

Tunesien



Tunesien 1970 von Hellmut Münzner

Uganda



Uganda 1971

Amateurfotos aus Afrika

Die meisten Fotos aus Afrika im Fotoarchiv Gade wurden von Europäischen Urlaubern aufgenommen, die zwischen 1932 und 1992 nach Afrika reisten. Zuvor war der Kontinent vor allem bekannt für ethnologische und historische Expeditionen und koloniale Verbindungen. Erst im Verlauf des 20. Jahrhunderts entwickelte sich Afrika zu einem Ziel für Urlaubsreisen. Während in der ersten Hälfte des Jahrhunderts vor allem die nordafrikanischen Küstenregionen besucht wurden, gewannen später Safaris in Ostafrika sowie Badeurlaube am Roten Meer und im Indischen Ozean an Bedeutung. Allgemein lassen sich die Reiseziele nach Interessen gliedern:
  • Kultur- und Bildungsreisen: Ägypten, historische Stätten
  • Safari-Tourismus: Kenia, Tansania, Botswana
  • Bade- und Pauschaltourismus: Tunesien, Marokko, Ägypte,
  • Natur- und Abenteuerreisen: Namibia, Südafrika, Madagaskar
Die 1930er Jahre: Nordafrika

In den 1930er Jahren waren Urlaubsreisen nach Afrika einer wohlhabenden Minderheit vorbehalten. Die meisten Europäer erreichten den Kontinent mit Schiffen über das Mittelmeer. Besonders beliebt waren die damaligen französischen Kolonien in Nordafrika, insbesondere Algerien, Tunesien und Marokko. Reisende suchten dort orientalische Städte, Wüstenlandschaften und ein milderes Winterklima.

Auch Ägypten zog Besucher an. Die Pyramiden von Gizeh, die Tempelanlagen entlang des Nils und luxuriöse Hotels in Kairo galten als exklusive Reiseziele. Im südlichen Afrika reisten wohlhabende Europäer gelegentlich nach Südafrika, das über vergleichsweise gut ausgebaute Verkehrswege verfügte.

Die Nachkriegszeit (1950–1960)

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden Flugreisen langsam erschwinglicher. Marokko und Tunesien entwickelten touristische Infrastrukturen mit Hotels, Badeorten und kulturellen Angeboten. Gleichzeitig blieb Ägypten ein bedeutendes Reiseziel für Kulturinteressierte.

In dieser Zeit entstanden auch erste organisierte Rundreisen durch Ostafrika. Nationalparks und Wildreservate lockten Reisende an, die die afrikanische Tierwelt erleben wollten.

Frankreich und Algerien: Historische Verbindungen und Tourismus

Eine besondere Rolle spielte das Verhältnis zwischen Frankreich und Algerien. Von 1830 bis 1962 gehörte Algerien als Kolonie zum französischen Herrschaftsgebiet, wodurch enge kulturelle, wirtschaftliche und sprachliche Verbindungen entstanden. Auch nach der Unabhängigkeit blieb die französische Sprache im öffentlichen Leben, im Bildungswesen und im Tourismus weit verbreitet. Für viele französische Reisende war Algerien daher ein vertrautes Reiseziel, das europäische und nordafrikanische Einflüsse miteinander verband. Ähnliche Verbindungen bestanden zwischen Frankreich und anderen ehemaligen Kolonien wie Marokko und Tunesien, was den Tourismus aus Frankreich in diese Länder zusätzlich förderte.

Die 1960er und 1970er Jahre: Safari-Tourismus

Mit dem Ausbau des internationalen Flugverkehrs wurden Fernreisen zunehmend einfacher. Besonders beliebt wurden Safaris in Kenia und Tansania. Nationalparks wie der Serengeti-Nationalpark oder das Masai Mara National Reserve entwickelten sich zu wichtigen Zielen des afrikanischen Tourismus. Die Fernsehserie Daktari (1966 - 1969) dürfte das Interesse am afrikanischen Wildlife unterstützt haben.

Viele europäische Reisende verbanden Tierbeobachtungen mit einem Aufenthalt an den Stränden des Indischen Ozeans. Gleichzeitig gewannen die Inseln Seychellen und Mauritius als exklusive Urlaubsziele an Bedeutung.

Im südlichen Afrika blieb Südafrika trotz internationaler Kritik an der Apartheid ein Reiseziel für europäische Besucher, insbesondere aus Großbritannien und Deutschland.

Die 1980er Jahre: Pauschalreisen und neue Badeziele

In den 1980er Jahren erreichte der Massentourismus Afrika in größerem Umfang. Reiseveranstalter boten zunehmend günstige Pauschalreisen an. Besonders die Mittelmeerstrände von Tunesien wurden für viele Europäer zu einer Alternative zu Spanien oder Italien.

Ägypten, durch Pyramiden und antike Tempelanlagen ohnehin schon lange ein Dauermagnet, gewann durch Ferienorte am Roten Meer, etwa in der Region um Hurghada, zogen Sonnenurlauber und Taucher an. Gleichzeitig blieben Nilkreuzfahrten und Besuche antiker Stätten wichtige Bestandteile des Tourismus.

Die 1990er Jahre

Nach dem Ende des Kalten Krieges und mit weiter sinkenden Flugkosten stieg die Zahl europäischer Afrika-Reisender deutlich an. Neben den klassischen Zielen in Nordafrika erfreuten sich Safari-Reisen weiterhin großer Beliebtheit.

Zunehmend besucht wurden auch Länder wie Namibia, das 1990 unabhängig wurde und mit Wüstenlandschaften sowie einer gut ausgebauten touristischen Infrastruktur warb. Ebenso entwickelte sich Botswana mit dem Okavango-Delta zu einem exklusiven Naturreiseziel.

Nach dem Ende der Apartheid 1994 erlebte auch Südafrika einen starken Aufschwung im internationalen Tourismus. Städte wie Kapstadt und die Nationalparks des Landes wurden zu wichtigen Anziehungspunkten für europäische Besucher.

Warum Afrika jedoch kein Massenreiseziel wie Südeuropa wurde.

Trotz seiner beeindruckenden Landschaften, vielfältigen Kulturen und einzigartigen Tierwelt erreichte Afrika im 20. Jahrhundert nie die Besucherzahlen der klassischen europäischen Urlaubsregionen am Mittelmeer. Für die meisten Europäer lagen beliebte, sonnige Reiseziele wie Spanien, Italien oder Griechenland deutlich näher und konnten mit dem Auto, der Bahn oder mit preiswerten Charterflügen erreicht werden. Reisen nach Afrika waren dagegen häufig mit längeren Flugzeiten und höheren Kosten verbunden.

Korruption, Kriminlalität und Unruhe

Hinzu kamen politische und gesellschaftliche Unruhen in verschiedenen Teilen des Kontinents. Nach der Unabhängigkeit vieler afrikanischer Staaten kam es zeitweise zu Konflikten, Militärputschen oder wirtschaftlichen Krisen, die das Sicherheitsgefühl potenzieller Besucher beeinträchtigten. Besonders in den 1990er Jahren führte der Bürgerkrieg in Algerien zu einem deutlichen Rückgang der Besucherzahlen. Berichte über Korruption oder erhöhte Kriminalität trübten das Bild Afrikas bei Urlaubern. Sie beschränkten sich daher auf politisch stabile Regionen oder buchten organisierte Reisen über etablierte Veranstalter.

Krankheiten sowie Gefahren durch Tiere und Pflanzen

Weitere Faktoren, die Skepsis vor Afrika als Reiseziel prägten, waren gesundheitliche Risiken. Tropische Krankheiten wie Malaria, Schlafkrankheit oder Gelbfieber und AIDS erfordern besondere Vorsicht, Impfungen oder medikamentöse Prophylaxe. Gleichzeitig übten die afrikanischen Tierwelten eine große Faszination aus. Löwen, Elefanten, Nashörner und andere Wildtiere waren Hauptattraktionen des Safari-Tourismus, galten aber auch als potenzielle Gefahren.

Afrika versus Europäische Mittelmeerziele

Länder wie Spanien, Frankreich, Italien und Griechenland verfügten bereits seit den 1960er Jahren über eine gut ausgebaute touristische Infrastruktur mit Hotels, Ferienanlagen und Verkehrsverbindungen. Sie galten als sicherer und waren leichter zu erreichen. Afrika entwickelte sich stattdessen stärker zu einem Kontinent für Kulturreisen, Safaris, Naturerlebnisse und besondere Urlaubserfahrungen, die sich bewusst vom klassischen Badeurlaub am Mittelmeer unterschieden.